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Astrometrie mit einer Webcam
Allgemeines zur Astrometrie Unter Astrometrie
versteht
man bei der Doppelsternbeobachtung die genaue Lagebestimmung der
verschiedenen Komponenten bezogen auf die Hauptkomponente. Die Lage ist
für eine bestimmte Zeit durch Angabe der Distanz und des
Positionswinkels eindeutig festgelegt (vergl. Koordinatensysteme).
Bei manchen Doppelsternen können im Laufe von wenigen Jahren erhebliche
Änderungen
auftreten (z.B. Xi UMa, Gamma
Virginis, 70 Oph, 44 Bootes). Die Bestimmung der
aktuellen Distanzen und
Positionswinkel ist daher
sehr interessant. Voraussetzung
hierfür ist jedoch die Kenntnis des
exakten
Abbildungsmaßstabes, also dem Verhältnis zwischen der Größe
des Bildfeldes (in Pixel) zum abgebildeten Himmelsausschnitt (in
Bogensekunden). Wird
zur Brennweitenverlängerung eine Barlowlinse verwendet, so hängt
die effektive Brennweite des optischen Systems auch von dem Abstand
zwischen
Barlowlinse und Webcam ab und kann je nach verwendeten Adapter
variieren. Die
unterschiedlichen Abbildungsmaßstäbe müssen jedoch
genau
bekannt sein. Daher muss das System (Teleskop + Barlowlinse +
Okularhülsen + Webcam) anhand Vergleichsmessungen zunächst kalibriert
werden. Anhand einer Okularskala läßt sich die Änderung des Fokus für
verschiedene mechanisch-optische Konfigurationen leicht überprüfen.
Abbildung 1: selbstgebaute Okularskala am R200SS
Aufgrund
der
geringen Größe des CCD Chips von
lediglich
4,6 mm x 3,97 mm lassen sich problemlos hohe Auflösungen realisieren.
Hierdurch kann die Vergrößerung leicht dem Auflösungsvermögen des
Teleskops
angepasst werden. Wegen der sehr geringen Größe des Gesichtsfeldes
spielen
optische Fehler wie zum Beispiel Koma keine Rolle mehr. Ein weiterer
Vorteil des kleinen Gesichtsfeldes besteht darin, daß der
Abbildungsmaßstab beim R200SS in
Verbindung mit der dazugehörigen Barlowlinse 1500/7,5 über das
Gesichtsfeld als konstant angesehen werden kann.
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