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Doppelsterne
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Reproduzierbarkeit und Konsistenz

a) Konsistenz verschiedener Systemkonfigurationen

Werden die Doppelsternbeobachtungen mit verschiedenen, bekannten Abbildungsmaßstäben durchgeführt, so sollten die unterschiedlichen Aufnahmen im Rahmen der statistischen Genauigkeit für ein Doppelsternsystem das gleiche Ergebnis liefern. Was sich zunächst so selbstverständlich anhört, erweißt sich in der Praxis aber schnell als Problem. Sollen die Doppelsterndistanzen bis auf wenige 1/100 Bogensekunden genau bestimmt werden, so müssen die Abbildungsmaßstäbe bis auf wenige 1/1000 Bogensekunden bekannt sein. Auch die Belichtungszeit hat einen Einfluss auf das Ergebnis. Bei längeren Belichtungszeiten werden die Beugungsscheibchen bzw. die Speckles größer dargestellt, wie bei kürzeren Belichtungen. Eine genaue Zentrierung wird dadurch erschwert. Eine Übersättigung der abgebildeten Komponenten durch zu lange Belichtungszeiten sollte daher vermieden werden. Dies gelingt jedoch nur, wenn beide Komponenten annähernd gleich hell sind.

b) Reproduzierbarkeit der Systemkonfiguration

Die Reproduzierbarkeit der Systemkonfiguration ist einerseits wichtig wenn man Veränderungen an einem bestimmten Doppelstern beobachten möchte, andererseits für den Vergleich verschiedener Systeme miteinander. Unter Reproduzierbarkeit der Systemkonfiguration ist hier die Konstanz des Abbildungsmaßstabes bei gegebener Komponentenwahl zu verstehen.

c) Reproduzierbarkeit des Auswerteprogramms

Die Auswertung eines Datensatzes sollte unabhängig vom Initialbild im Rahmen der statistischen Streuung immer zum gleichen Ergebnis führen. Dies lässt sich relativ leicht überprüfen, indem man den gleichen Datensatz, z. B. die besten Bilder eines Videos mehrmals auswertet und jedes Mal mit einem anderen Einzelbild des Satzes beginnt.
Eine weitere Möglichkeit diese Forderung zu überprüfen besteht darin, mehrere Videos, die von einem Doppelstern direkt nacheinander aufgezeichnet wurden, auszuwerten. Die unterschiedlichen Datensätze sollten ebenfalls innerhalb der statistischen Streuung zum gleichen Ergebnis führen.
Diese Forderung wird von REDUC sehr gut erfüllt.


Quellennachweis

[1] REGISTAX, http://registax.astronomy.net/
[2] Florent Losse, REDUC, http://www.astrosurf.com/hfosaf/uk/tdownload.htm

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