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Teleskop Technik


 
Zubehör

Stehpult


Abbildung 1 : fahrbares Stehpult aus Buchenholz

Das Anfertigen von Notizen, astronomischen Aufzeichnungen mit einer Webcam oder das Arbeiten mit einer Sternkarte während der astronomischen Beobachtung erfordert eine Ablagemöglichkeit. Ein Campingtisch ist hierfür in aller Regel ausreichend, doch je nach Position des Teleskops nicht immer optimal. Was liegt also näher als den gewöhnlichen Tisch durch ein Stehpult auf Rädern zu ersetzten ? Das Stehpult besteht aus massivem Buchenholz und wurde mit wetterfestem Klarlack behandelt. Durch die Rollen kann das Stehpult jederzeit optimal zum Teleskop ausgerichtet werden, wodurch z.B. die Fokussierung der Webcam am Bildschirm besser kontrolliert werden kann. Allerdings muß der Untergrund eben und fest sein, da sich das Stehpult aufgrund des enormen Eigengewichtes sonst nicht leicht und ruckfrei rollen läßt. Auf normalem Rasen sind diese Bedingungen ausreichend gegeben. Das oberste Fach ist ausziehbar und dient als Schreibauflage. Die anderen Fächer werden als Ablagen für Zubehör verwendet.Das Stehpult ist seit Anfang 2008 im Einsatz.

Okularkoffer


Abbildung 2 : Okular und Zubehörkoffer

Als Okularkoffer wird ein einfacher Aluminiumkoffer verwendet. Die Fächer sind mit Moosgummi ausgegleidet, damit das Zubehör beim Transport und bei der Aufbewahrung keinen Schaden nimmt.

Okulare, Telekonverter, Komakorrektor


Abbildung 3 : Okulare

Von den Okularen kommen in aller Regel nur 2 häufig zum Einsatz : Das 16 mm Nagler Okular bietet ein großes Gesichtsfeld, gutes Einblickverhalten und in Kombination mit dem Telekonverter (siehe Abbildung 4) eine moderate Vergrößerung von ca. 94-fach. Doppelsterne deren Abstand kleiner als 3'' sind lassen sich in dieser Kombination jedoch nicht trennen.
Das Orthoskopische Okular ist aufgrund seiner hervorragenden optischen Eigenschaften ideal für die Doppelsternbeobachtung. Mit einer Brennweite von 12,5 mm ergibt sich eine 120-fache Vergrößerung, die für das Vixen R200SS noch angemessen ist. Der geringe Abstand der Austrittspupille und das damit verbundene ungünstige Einblickverhalten wird durch Verwendung des Telekonverters hinreichend kompensiert. Das Orthoskopische Okular wird auch für die Ausrichtung des Teleskopes im Hinblick auf den Webcam Einsatz verwendet.


Abbildung 4 : Koma Korrektor und Telekonverter für das R200SS

Aufgrund seines Öffnungsverhältnisses von f4 wird das Vixen R200SS serienmäßig mit einem Koma Korrektor ausgeliefert. Dieser wird für die Fotografie mit einer klassischen Spiegelreflex Kamera oder mit einer digitalen Spiegelreflexkamera eingesetzt. Die Koma Korrektur am Rand geht zu Lasten der Abbildungsqualität auf der optischen Achse. Im Primärfokus des Teleskops lassen sich in Kombination mit dem 16 mm Nagler Okular große Gesichtsfelder von ca. 56' verwirklichen, deren Ästehtik durch die Sphärische Aberration des R200SS randseitig eingeschränkt wird.
Der spezielle Telekonverter (f 7,5) verlängert die primäre Brennweite des Vixen R200SS von 800 mm auf ca. 1500 mm. Der genaue Verlängerungsfaktor hängt jedoch vom Abstand Telekonverter - Okular ab. Telekonverter und Komakorrektor lassen sich nicht gleichzeitig einsetzen. Für die Doppelsternbeobachtung und die Aufzeichnung dieser Sterne mit Hilfe einer Webcam kommt ausschließlich der Telekonverter zum Einsatz. Beide Komponenten werden seit
1999 ihrem Zweck entsprechend eingesetzt.

Sucherteleskop


Abbildung 5: Einfaches Sucherfernrohr 6 x 30 mit Fadenkreuz


Abbildung 6 : Winkelsucher 8 x 50 mit Fadenkreuz

Zum Aufsuchen von Objekten ist ein Sucherteleskop oder etwas vergleichbares unerläßlich. Doch die Suche von zenitnahen Objekten ist mit einem einfachen, geradsichtigem Sucherteleskop fast nicht möglich. Abhilfe schaft hier ein Winkelsucher. Im Vergleich zum einfachen Vixen 6 x 30 Sucherteleskop hat der Teleskop Service Winkelsucher mit einem Durchmesser von 50 mm fast das 3-fache Lichtsammelvermögen. Selbst der Kugelsternhaufen M13 im Herkules ist im Winkelsucher sofort sichtbar. Auch schwache Doppelsterne wie STF1955 oder sogar HLM 6 - beide im Sternbild Nördliche Krone - lassen sich im 5,5° großen Gesichtsfeld erkennen. Durch das Fadenkreuz kann das Haupt-Teleskop genau ausgerichtet werden.

Fernglas

Abbildung 7 : Nikon Fernglas 8 x 40, 6,5°


Abbildung 8 : Ausrüstung für alle Reisen

Mit einem Gesichtsfeld von 6,5°
ist ein Fernglas am besten geeignet sich die Sternbilder im Detail anzuschauen. DIe Abbildung ist natürlich aufrecht und seitenrichtig. Im Gegensatz zu einem Teleskop erfolgt die Beobachtung zudem biokular, also mit beiden Augen. Dies ist für die Augen wesentlich entspannender. Zusammen mit einer einfachen Sternkarte und einem Atlas für Astronomie stellt es die ideale Reiseausrüstung dar.

Sternkarten


Abbildung 9 :  J. E. Bodes Atlas "Vorstellung der Gestirne", Neuauflage im Originalformat [1]

Sternkarten gehören zum wichtigsten Zubehör in der Astronomie. Sind am Beginn einfache Sternkarten z.B. aus Sterne und Weltraum noch ausreichend, steigen mit wachsender Kenntnis auch die Ansprüche an die Sternkarten. Lange Zeit half mir der Sky Atlas 2000 von Wil Tirion zur Orientierung am Himmel, doch wurde dieser vor einigen Jahren durch das digitale Planetarium Redshift 5.1 abgelößt. Abbildung 9 zeigt einen Nachdruck von Bodes Atlas "Vorstellung der Gestirne" von 1782.

Transportkiste


Abbildung 10: Vixen 8-Zoll Newton Teleskop mit selbstgebauter Transportkiste


Abbildung 11: Teleskop in der Transportkiste


Abbildung 12: Das eingepackte Teleskop

Eine Transport- oder Aufbewahrungskiste ist immer dann erforderlich, wenn das Teleskop zu einem anderen Ort transportiert werden soll. Eine gute Polsterung ist erforderlich, damit sich die Optik auf dem Weg nicht dejustiert. Ferner ist die Transportkiste mit Styropor ausgekleidet um Temperaturschwankungen während Verladung, Transport und Aufstellung des Teleskops zu minimieren.


Stromversorgung


Abbildung 13: 12 V Baterie in einer Thermobox


Abbildung 14 : 12 V Baterie und Thermobox

Bekanntlich hängt die effektive Kapazität einer Baterie von der Temperatur ab, was gerade in kalten Winternächten zu Problemen führen kann. Bei Temperaturen von unter 0° C kühlt eine Baterie schnell aus,  wodurch die Leistung erheblich sinkt. Zur Vermeidung der Auskühlung befindet sich die Baterie in einer mit Styropor isolierten Box. Damit die Baterie nach Bedarf leicht aus der Box gezogen werden kann, ist sie mit Klebeband umwickelt wobei sich am oberen Ende zwei Laschen befinden. ZUr vermeidung von Kurzschlüssen ist die Baterie mit einer Sicherung ausgestattet.

 



[1] Die Neuauflage des Bodeschen Atlas im Originalformat ist im Astaria Verlag erschienen, Herausgeber Förderkreis der Landessternwarte Heidelberg e.V.