www.epsilon-lyrae.de
zur Startseite zurück


 
Supernova 2014J in M82

Am 21. Januar 2014 wurde in der Galaxie M82 im Sternbild Großer Bär eine Supernova Typ 1a von englischen Studenten entdeckt. Zum Zeitpunkt der Entdeckung lag die scheinbare Helligkeit bei ca. 11,5 Magnituden. Die Galaxie M82 befindet sich in einer Entfernung von rund 11 Millionen Lichtjahren und lässt sich daher noch gut beobachten.

Wenige Tage nach der Entdeckung klarte auch in Deutschland das Wetter auf wodurch eine erste Beobachtung am 28. Januar möglich war. Weitere Beobachtungen erfolgten im Februar und im März. Die Beobachtungsbedingungen waren dabei sehr unterschiedlich. Während am 23. Februar die Beobachtungsbedingungen (Transparenz, Seeing) sehr gut waren, erfolgte die Aufnahme am 8. März bei schlechten Seeing und einem vom Halbmond erhellten Himmel. Bei der Aufnahme vom 25. März ist der Helligkeitsabfall der Supernova deutlich zu erkennen.

Im Mai wurde die Beobachtungsreihe fortgesetzt. Der Abbildungsmaßstab der hier gezeigten Aufnahmen beträgt 1,40 Bogensekunden pro Pixel.
 

Bild 1: Aufnahme vom 28. Januar 2014, 3 x 30 Sekunden / 800ASA Canon EOS1100D


Bild 2 : Aufnahme vom 23. Februar 2014, 3 X 120 Sekunden / 400 ASA, Canon EOS1100D, gute Beobachtungsbedingungen


Bild 3 : Aufnahme vom 8. März 2014, 4 X 60 Sekunden / 400 ASA, Canon EOS1100D, schlechtes Seeing, Halbmond


Bild 4 : Aufnahme vom 25. März 2014, 4 X 60 Sekunden / 800 ASA, Canon EOS1100D


Bild 5 : Aufnahme vom 3. Mai 2014, 5 X 60 Sekunden / 800 ASA, Canon EOS1100D


Bild 6 : Aufnahme vom 18. Mai 2014, 4 X 240 Sekunden / 400 ASA, Canon EOS1100D


Bild 7 : Aufnahme vom 18. Mai 2014, 4 X 240 Sekunden / 400 ASA, Canon EOS1100D


Bild 8 : Aufnahme vom 23. Mai 2014, 4 X 240 Sekunden / 400 ASA, Canon EOS1100D








Illustration eines kataklysmisches System


Abbildung 9 : Kreidezeichnung auf Tonpapier, kataklysmisches System, J.S.Schlimmer 03/2014

Die Illustration zeigt ein kataklysmisches System, bestehend aus einem Roten Riesen und einem Weißen Zwerg. Vom Roten Riesen fließt Materie zu dem Weißen Zwerg. Wird die Chandrasekhar-Grenze von ca. 1,4 Sonnenmassen überschritten, so kommt es zu einem gravitativen Kollaps. Dabei setzt eine plötzliche Kohlenstoff-Kernfusion ein und der Stern explodiert (thermonukleare Supernova vom Typ 1a). Der genaue Mechanismus der zu einer Supernova führt ist noch nicht vollständig bekannt.