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Der
Venustransit vom 8. Juni 2004
Am 8.
Juni 2004 gab es erstmalig nach 112 Jahren wieder einen Venustransit.
Die Beobachtungsbedingungen hätten an diesem Tag nicht besser sein
können. Der Transit spielte sich an einem strahlend blauen, wolkenlosen
Himmel ab. Am Ende des Transits betrug die Lufttemperatur im Schatten
26,9° C, die relative Luftfeuchte 38%. Nachfolgend
sind die vorhergesagten Kontaktzeiten für benachbarte Städte in meiner
Nähe
aufgeführt :
Zur Beobachtung des Transits wurde ein 8-Zoll-Newton-Teleskop (Vixen R200SS) auf 2 x 40mm abgeblendet. Als Primärfilter kam die Sonnenfilterfolie von Baader Planetarium zum Einsatz. Des weiteren wurde ein leichtes Gelbfilter in den Strahlengang eingesetzt. Verschiedene Phasen des Venustransits wurden mit einer Webcam aufgezeichnet.
2. Kontakt : 7:39:38 h, R200SS, 1500 mmIm nachfolgendem Videofilm können Sie sich nocheinmal den 2. Kontakt anschauen. Die Dauer des Films beträgt 20 Sekunden. Am Ende des Films hat sich die Venus bereits vom Sonnenrand deutlich abgelößt : Film vom 2. Kontakt (380 kB) ! Durchgangsmitte 10:22 hDer Abstand zwischen Sonnenrand und Venusmitte betrug bei Durchgangsmitte um 10:22 h 0,166 Sonnendurchmesser oder das 5,48-fache des Venusdurchmessers. Gegen Mitte des Transits fiel die Nachführung komplett aus. Ohne große Fehlersuche wurden die Steuerbox und der Montierungsblock mit Alufolie abgeklebt, da sie aufgrund ihrer schwarzen Farbe und der intensiven Sonnenstrahlung ihre Betriebstemperatur überschritten hatten. Einige Minuten später wurden die Teleskope wieder exakt nachgeführt. Bis zum Ende des Transits traten keine weiteren Ausfälle mehr auf.
Mit einem kleinen 60/700 mm Refraktor und einem 12,5 mm orthoskopischen Okular wurde die Sonnenscheibe auf einen Schirm projeziert. Auf diesem ließ sich der Venustransit sehr schön mitverfolgen. Zur besseren Darstellung der Sonnenscheibe wurde in das Okular ein rot-orange Filter eingesetzt. Größenvergleich zwischen Sonne und VenusNachfolgend noch meine selbst bestimmten Kontaktzeiten im Vergleich mit den Vorhersagen für Darmstadt. Die Kontaktzeiten wurden anhand des Bildes auf dem Monitor mittels einer Funkuhr bestimmt : 1. Kontakt : gemessen 7:20:39 h, Vorhersage : 7:19:54 h, Differenz : +45 Sekunden 2. Kontakt : gemessen 7:39:38 h, Vorhersage : 7:39:43 h, Differenz : -5 Sekunden 3. Kontakt : gemessen 13:03:25 h, Vorhersage : 13:03:53 h, Differenz : -28 Sekunden 4. Kontakt : gemessen 13:22:55 h, Vorhersage : 13:23:20 h, Differenz : -25 Sekunden Der "schwarze Tropfen Effekt" konnte trotzt mäßigen Seeings nicht beobachtet werden. Auch später gelang es mir nicht, diesen Effekt anhand der aufgenommenen Videosequenzen zu simulieren. Ich hatte erwartet, bei einfacher Überlagerung der aufgenommenen Videobilder den "schwarze Tropfen Effekt" nachbilden zu können. zurück zum Anfang letzte Aktualisierung 04.02.2006, Seitenaufrufe seit 1. Janur 2005 : |
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