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Doppelsterne im Sternbild Lyra (Leier) Alpha Lyrae,
Vega, H 5 39, STFB 9, WDS18369+3846 Vega, 12. September 2007, R200SS 800 mm,
Canon EOS400d, 30 sDie Vega ist mit
einer Helligkeit von 0,03 mag der hellste Stern am Sommerhimmel und
somit der
erste Stern, den man bereits in der Abenddämmerung sehen kann. Vega ist vom Spektraltyp A0.
Verwendet man zur Beobachtung ein Blaze-Gitter, so lassen sich die
Wasserstofflinien der Balmer Serie leicht verfolgen (siehe Spektrum
Vega). ![]() Das Diagramm zeigt die relative Eigenbewegung zwischen Vega AB. Die Messungen decken den Zeitraum von 1781 bis 2008 ab. Herschels Messung von 1781 ist in diesem Diagramm als rotes Quadrat dargestellt. Aus den Beobachtungen ergeben sich folgende Werte : μx = 195 Millibogensekunden/Jahr
μy = 295 Millibogensekunden/Jahr μ = 345 Millibogensekunden/Jahr Die Abweichungen gegenüber den Hipparcos Daten erklären sich in erster Linie durch die Eigenbewegung des optischen Begleiters B von 4 Millibogensekunden/Jahr in R.A. und -6 Millibogensekunden/Jahr in Deklination. ![]() Das zweite Diagramm
zeigt die relative Eigenbewegung zwischen Vega AE. Die Messungen decken
hier lediglich den Zeitraum von 1831 bis 2008 ab. Die Komponente E
bewegt sich auf Vega zu und wird im Laufe der Jahre immer schwieriger
zu beobachten sein. ρ = 1,83''
φ = 310,3° Eigenbewegung : μx =
220 Millibogensekunden/Jahr
μy = 265 Millibogensekunden/Jahr μ = 344 Millibogensekunden/Jahr Zeitpunkt der größten Annäherung : Jahr = 2266,2 Bei Beta Lyrae handelt es sich um ein 6-fach System, wobei die Komponenten A, B, E und F gut zu erkennen sind. Mit einer Helligkeit von 10,6 mag ist es mit einem 8-Zoll-Teleskop kein Problem, die Komponente F mit einer Webcam noch aufzuzeichnen. Die Komponenten C und D sind mit einer Helligkeit von 13,0 bzw. 14,3 mag nicht mehr zu sehen. Beta Lyrae wurde bereits im Jahre 1777 von Christian Mayer beobachtet. Er schrieb : "Der Stern beta von der Leier ist als ein einfacher glänzender Fixstern von 2 - 3ter Größe in allen unseren Sternregistern befindlich. Dermalen vermehret er die Anzahl der Doppeltsterne, ich habe seinen kleinen weißlichen Trabanten den 9. Sept. 1777 hart neben ihm beobachtet, er folget 2 Sek. in der Zeit, und ist 40,7 Sek. mehr gegen Süden als beta von der Leier. Ich habe noch einen anderen Trabanten bei ihm gesehen, in einer stärkeren Entfernung gegen Norden, wovon hier die Rede nicht ist." [7]
Epsilon Lyrae, 5. August 2004, R200SS, 1500 mm, Philips ToU
Webcam
Ausführliche
Informationen über die Entdeckungsgeschichte,
Beobachtungsbeschreibungen berühmter Astronomen und Bahnbeschreibungen
finden Sie in einem extra Artikel über Epsilon Lyrae.
6,7 Lyrae, Mayer 56, WDS18448+3736 6,7 Lyrae, 23. August 2009, R200SS, 1500
mm Brennweite, Mittelung über 47 Einzelbilder
Die
Struktur von 6,7 Lyrae
wurde bereits 1779 von Christian Mayer
entdeckt. Im Jahre 1880
entdeckte der
amerikanische Astronom S.W. Burnham
zwei weitere Komponenten C und D,
1889
entdeckte er noch eine vierte Komponente B. AB :
Helligkeit : 4,36 mag
bzw. 15,8 mag, PW :
51°, Distanz : 23,8"
Delta Lyrae Haufen, Stephenson 1, ES 2028AB, SMR 13, WDS18545+3654 ![]() Abbildung 1 : Delta 1 ubd Delta 2 Lyrae und Stephenson 1 am 1.September 2011, R200SS im Primärfokus mit Komakorrektor, 2 x 30 s, Abbildung 2 : Orignal Aufnahme von 1958 mit durchnummerierten möglichen Haufenmitgliedern
Tabelle mit Daten zu delta Lyrae und
Stephenson 1
Die Gegend um delta
Lyrae gehört zu den schönsten im Sternbild Leier. Bei der blauen
Komponente (Spektraltyp B2,5V) handelt es sich um delta 1 Lyrae bzw. um
11 Lyrae mit einer Helligkeit von 5,58 mag. Bei dem roten Stern
(Spektraltyp M4II) handelt es sich um delta 2 Lyrae bzw. 12 Lyrae mit
einer Helligkeit von 4,3 mag. Beide Sterne sind bereits im
Fernglas schön zu sehen. Zwischen beiden Sternen gibt es eine Reihe von
schwächeren Sternen, die zum Teil zum Delta Lyrae Haufen = Stephenson 1
gehören.Entdeckt wurde der Delta Lyrae Haufen im Jahre 1958 von Gordon Grant vom Warner and Swasey Observatory bei der Himmelsdurchmusterung mit einem Objektivspektrometer. Nach dem frühen Tode von Grant im gleichen Jahr wurde die Untersuchung von C.B. Stephenson ein Jahr später fortgesetzt [9, 10]. Aufgrund der ähnlichen Radialgeschwindigkeiten von delta 1 und delta 2 Lyrae, ging man zunächst von einer physischen Zusammengehörigkeit beider Sterne aus. Aber wie man in der Tabelle oben sehen kann, sind die Eigenbewegungen und die Parallaxe sehr unterschiedlich. Auch der Offene Haufen selbst steht in keiner physischen Verbindung mit beiden delta Lyrae Sternen. In Abbildung 1 sieht man die Buchstabenbezeichnungen der Sterne nach der Untersuchung des Autors. Bei dieser Studie wurden die Abstände und Positionswinkel zu delta 2 Lyrae bestimmt. Diese Bezeichnungen wurden inzwischen auch im WDS Katalog übernommen. Abbildung 2 zeigt die Originalaufnahme von Gordon Grant von 1958 mit der Nummerierung der möglichen Haufenmitglieder [10]. B = 19 = BD +363320, 9,7 mag, F0
D = 31 E = 15 F = 14 = BD +363312, 9,2 mag, K0III G = 13 = BD +363313, 9,2 mag, A1 H = 12 = BD +363314, 8,8 mag, A0 STF2427AB, CTT 11AD, SMR 14EF, WDS18581+3813 STF2427 am 11. September 2010, R200SS,
1500
mm STF2427AB wurde im Jahre 1828 erstmalig beobachtet. Beide Komponenten sind vom Spektraltyp K0, zumindest für die Komponente A ist dies auf der Aufnahme zu erkennen. Die Komponente D wurde erstmals im Jahre 1930 beobachtet. Für diese Komponente liegen seit dem erst 5 Messungen vor. Die Komponente F wurde ebenfalls 1930 erstmals beobachtet. Sie wird jedoch erst seit 2010 im WDS Katalog unter der Bezeichnung SMR 14EF geführt. Seit der ersten Beobachtung liegen ebenfalls 5 Messungen vor. STF2470 und STF2474, WDS19081+3436 und WDS19088+3446 STF2470 und STF2474, 15. Oktober 20073° nordöstlich von gamma Lyrae befinden sich STF2470 und STF2474. Da der Abstand zwischen beiden Paaren sehr gering ist befinden sie sich im gleichen Gesichtsfeld. Eta Lyrae, Mayer 61, STF2487, WDS19138+3909 Eta Lyrae, 11. September 2010, R200SS,
1500
mmEta Lyrae ist aufgrund seines Kontrastes recht interessant. Die Helligkeiten von A und B betragen 4,38 mag und 8,58 mag, die Komponenten stehen 28,33'' ± 0,24'' auseinander. Der Winkel liegt bei 80,6° ± 0,4°. Die Doppelnatur von Eta Lyrae wurde von Christian Mayer entdeckt. Er gab in kartesischen Koordinaten einen Abstand von 2 Zeitsekunden in R.A. und 0'' in Deklination an. Hieraus folgt in Polarkoordinaten ein Abstand von 23,4'' und ein Winkel von 90°. Auch Friedrich Wilhelm Herschel beobachtete ab dem 29. August 1779 Eta Lyrae. Er gab eine Distanz von 25''42''' und eine Position von 238,15° an (31° 51' südlich vorlaufend). Eine dritte Komponente befindet sich im Abstand von 161'' im Winkel von 151°. Im Jahre 1880 wurde ein weiterer Begleiter C entdeckt. Dieser hat eine Helligkeit von 11,4 Magnituden und befindet sich in rund 160'' Abstand. Bislang liegen 6 Beobachtungen vor. Abstand und Positionswinkel haben sich seit seiner Entdeckung nicht geändert. SHJ 289, WDS19135+3902 WDS19135+3902, 26. September 2009, R200SS
Im gleichen Gesichtsfeld wie Eta Lyrae befindet sich der Doppelstern SHJ 289. Dieser wurde im Jahre 1897 zuerst von John Herschel und James South beobachtet und katalogisiert. Seitdem wurde er 25 mal beobachtet. Interessant ist der Farbkontrast. Während die Hauptkomponente weiß erscheint, wirkt der Begleiter hingegen sehr rötlich. Der Abstand beträgt etwa 39,1'', der Positionswinkel liegt bei 55,3°. Theta Lyrae, SHJ 292, WDS19164+3808 Theta Lyrae, SHJ 292, am 11. September
2010, R200SSMit der modifizierten Webcam wird auch bei nicht ganz optimalen Sichtbedingungen der Begleiter C mit lediglich 11,1 Magnituden Helligkeit sichtbar. Seit der ersten Beobachtung im Jahre 1880 hat sich die Positionen von C gegenüber A nicht verändert. Der Begleiter B wurde bereits im Jahre 1823 erstmals beobachtet. Seit dieser Zeit hat sich der Abstand zwischen AB um lediglich 9'' vergrößert. Alle drei Komponenten bilden fast ein gleichseitiges Dreieck. Quellennachweis [2] Christian Mayer, Verzeichniss aller bisher entdeckten Doppelsterne, Berliner Astronomisches Jahrbuch für 1784, Herausgegeben von Johann Elert Bode 1781, [3] Brian Workman, Binary Star Orbit Calculator, http://www.geocities.com/CapeCanaveral/Runway/8879/englishdownload.html [4] Wiliam Herschel, Catalog of Double Stars, Philosophical transactions of the Royal society of London, 1782 Vol. 72 [5] The Bright Star Catalogue, http://www.alcyone.de/SIT/bsc/bsc.html [6] Wiliam Herschel, Catalog of Double Stars, Philosophical transactions of the Royal society of London, 1785 Vol. 75 [7] Christian Mayer, Gründliche Vertheidigung neuer Beobachtungen von Fixsterntrabanten welche zu Mannheim auf der kurfürstlichen Sternwarte entdeckt worden sind, Mannheim 1778 [8] Hipparcos Daten aus CDS, Centre de Données astronomiques de Strasbourg, http://simbad.u-strasbg.fr/simbad/ [9] Warner and Swasey Observatory, Case Institute of Technology, Cleveland, Ohio, Astronomical Journal, Nr. 63, 1958 [10] A Possible New Galactoc Cluster Involving d Lyrae, C.B. Stephenson, Astronomical Society of the Pacific, 1959 Danksagung This research has made use of the Washington Double Star Catalog maintained at the U.S. Naval Observatory. This research has made use of the SIMBAD database, operated at CDS, Strasbourg, France Seitenaufrufe
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