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Doppelsterne im Sternbild Perseus

44 Zeta Persei, Menkib

44 Zeta Persei, 15. Januar 2005, R200SS, 1500 mm, Mittelung über 101 Einzelbilder, Seeing : mittel

44 Zeta Persei ist ein sehr schönes 5-fach System im Sternbild Perseus. Das besondere an diesem Mehrfachsystem ist der Kontrastunterschied von 6,3 Magnituden zwischen der A und der B Komponente in 12,7" Abstand. Je größer der Kontrastunterschied ist, desto näher scheinen die Komponenten beieinander zu liegen. Diese Täuschung basiert auf der Blendwirkung durch die hellere Komponente. Dennoch sind die beiden Komponenten mit einem 8-Zoll-Newton-Teleskop bereits bei 50-facher Vergrößerung sofort zu trennen. Auch die D und die E Komponenten mit einer Helligkeit von 10,44 bzw. 9,96 mag lassen sich gut beobachten. Die C Komponente (siehe Markierung im Bild) liegt hingegen aufgrund ihrer Helligkeit von 11,24 mag gerade noch an der Nachweisgrenze der Webcam. Für AC konnte aus der Aufnahme ein Positionswinkel von 287° und ein Abstand von 32,4" bestimmt werden. Nachfolgend die Daten aus dem WDS (2003) :

AB : Helligkeit : 2,85 bzw.   9,16 mag; PW : 208°; Distanz :   12,7"
AC : Helligkeit : 2,85 bzw. 11,24 mag; PW : 287°; Distanz :   33,3"
AD : Helligkeit : 2,85 bzw. 10,44 mag; PW : 196°; Distanz :   98,0"
AE : Helligkeit : 2,85 bzw.   9,96 mag; PW : 186°; Distanz : 120,4"

Laut Guide 8 (basierend auf dem Tycho-2 Katalog, Messungen des Satelliten Hipparcos, ESA) beträgt die Entfernung von 44 Zeta Persei (A-Komponente) mindestens 1000 Lichtjahre, die Entfernung des oben als E-Komponente bezeichneten Sterns beträgt hingegen mindestens 90 Lichtjahre.
Demnach handelt es sich bei der Komponente E nicht um einen Begleiter von A, sondern lediglich um einen Vordergrundstern.


45 Epsilon Persei

45 Epsilon Persei, 15. Januar 2005, R200SS, 1500 mm, Mittelung über 15 Einzelbilder

45 Epsilon Persei ist ein 4-fach System, wobei sich die A, B und D Komponenten mit den Helligkeiten von 2,85, 8,88 und 9,25 mag gut beobachten lassen. Aufgrund des relativ großen Abstandes der D Komponente wird diese bei der Beobachtung leicht übersehen. Friedrich Wilhelm Herschel beobachtete Epsilon Persei bereits im August 1780 : "Doppelt, extrem ungleich, der größere weiß, der kleinere altrosa, bei 222 [-facher Vergrößerung] 2,5 Durchmesser des größeren [Sterns] Position 81° 28´ süd, ein wenig ungenau. Ein dritter Stern in einer Entfernung von ungefähr 1,5 oder 1,25 minuten" [4]. Nachfolgend die Daten aus dem WDS (A-C : 1998, D : 2003) :

AB : Helligkeit : 2,85 bzw.   8,88 mag; PW :    9°; Distanz :     9,0"
AC : Helligkeit : 2,85 bzw. 13,90 mag; PW :   11°; Distanz :   79,9"
AD : Helligkeit : 2,85 bzw.   9,25 mag; PW : 146°; Distanz : 162,9" (in obiger Abbildung : PW : 144°, Distanz : 163,4")

Quellennachweis

[1] The Washington Double Star Catalog, http://ad.usno.navy.mil/wds/
[2] Christian Mayer, Verzeichniss aller bisher entdeckten Doppelsterne, Berliner Astronomisches Jahrbuch für 1784, Herausgegeben von Johann Elert Bode 1781,
[3] Brian Workman, Binary Star Orbit Calculator, http://www.geocities.com/CapeCanaveral/Runway/8879/englishdownload.html
[4] Wiliam Herschel, Catalog of Double Stars, Philosophical transactions of the Royal society of London, 1782 Vol. 72
[5] The Bright Star Catalogue, http://www.alcyone.de/SIT/bsc/bsc.html
[6] Wiliam Herschel, Catalog of Double Stars, Philosophical transactions of the Royal society of London, 1785 Vol. 75


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